p = F / A
- p = Druck in Pascal (Pa) oder Newton pro Quadratmeter (N/m²)
- F = Kraft in Newton (N)
- A = Fläche in Quadratmeter (m²)
Wichtige Einheiten:
- 1 Pa = 1 N/m²
- 1 bar = 100.000 Pa = 10⁵ Pa
- 1 atm (Atmosphäre) ≈ 1,013 bar ≈ 101.300 Pa
Merksatz: Je kleiner die Fläche, desto größer der Druck (bei gleicher Kraft).
Lösung:
- Gegeben: F = 500 N, A = 0,1 m²
- Formel: p = F / A
- Berechnung: p = 500 N / 0,1 m² = 5000 Pa = 5 kPa
Antwort: Der Druck beträgt 5000 Pascal oder 5 Kilopascal.
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In einer hydraulischen Anlage wird Druck durch eine Flüssigkeit übertragen:
Prinzip:
- Druck ist in einer Flüssigkeit überall gleich groß
- p₁ = p₂
- F₁/A₁ = F₂/A₂
Kraftübersetzung:
F₂ = F₁ · (A₂/A₁)
Mit einem kleinen Kolben kann man durch eine große Fläche eine große Kraft erzeugen!
Anwendungen:
- Hydraulische Hebebühne
- Bremsanlage im Auto
- Bagger und Kräne
Lösung:
- Gegeben: F₁ = 100 N, A₁ = 10 cm², A₂ = 200 cm²
- Formel: F₂ = F₁ · (A₂/A₁)
- Berechnung: F₂ = 100 N · (200/10) = 100 N · 20 = 2000 N
Antwort: Auf den großen Kolben wirkt eine Kraft von 2000 N.
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Der Druck hängt von der Auflagefläche ab:
Großer Druck:
- Kleine Fläche → großer Druck
- Beispiele: Nägel, Messer, Stöckelschuhe
Kleiner Druck:
- Große Fläche → kleiner Druck
- Beispiele: Skier, Schneeschuhe, Raupenfahrzeuge
Anwendung: Autoreifen
Ein Auto mit Masse m hat 4 Reifen. Jeder Reifen hat eine Auflagefläche A_Reifen.
Druck = (m · g) / (4 · A_Reifen)
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Der Zustand eines Gases wird durch drei Zustandsgrößen beschrieben:
1. Druck (p)
- Einheit: Pascal (Pa) oder bar
- Symbol: p
2. Volumen (V)
- Einheit: Kubikmeter (m³) oder Liter (l)
- Symbol: V
- 1 l = 0,001 m³ = 1 dm³
3. Temperatur (T)
- Einheit: Kelvin (K)
- Symbol: T
- Wichtig: Temperatur in Kelvin!
- T(K) = T(°C) + 273,15
Beispiel: 20°C = 293,15 K ≈ 293 K
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Bei konstanter Temperatur gilt:
p · V = konstant
oder
p₁ · V₁ = p₂ · V₂
Bedeutung: Wird das Volumen kleiner, steigt der Druck (und umgekehrt).
Beispiel: Luftpumpe - beim Zusammendrücken steigt der Druck.
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Bei konstantem Volumen gilt:
p / T = konstant
oder
p₁/T₁ = p₂/T₂
Bedeutung: Wird die Temperatur höher, steigt der Druck (und umgekehrt).
Beispiel: Spraydose in der Sonne - Druck steigt, Gefahr der Explosion!
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Bei konstantem Druck gilt:
V / T = konstant
oder
V₁/T₁ = V₂/T₂
Bedeutung: Wird die Temperatur höher, dehnt sich das Gas aus (größeres Volumen).
Beispiel: Heißluftballon - warme Luft dehnt sich aus und hat geringere Dichte.
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Wenn alle drei Zustandsgrößen sich ändern können, gilt das allgemeine Gasgesetz:
(p · V) / T = konstant
oder
(p₁ · V₁) / T₁ = (p₂ · V₂) / T₂
Wichtig:
- Temperatur immer in Kelvin (K)!
- Alle Einheiten müssen konsistent sein
Spezialfälle:
- T = konstant → Gesetz von Boyle-Mariotte
- V = konstant → Gesetz von Gay-Lussac
- p = konstant → Gesetz von Charles
Lösung:
1. Temperaturen in Kelvin: T₁ = 293 K, T₂ = 373 K
2. Gegeben: p₁ = 2 bar, V₁ = 5 l, p₂ = 3 bar
3. Formel umstellen: V₂ = V₁ · (p₁/p₂) · (T₂/T₁)
4. Berechnung: V₂ = 5 l · (2/3) · (373/293) = 5 · 0,667 · 1,273 = 4,24 l
Antwort: Das Gas hat dann ein Volumen von 4,24 Liter.
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Hydraulik:
- p₁ = p₂
- F₂ = F₁ · (A₂/A₁)
Gasgesetze:
1. T = konstant: p₁ · V₁ = p₂ · V₂
2. V = konstant: p₁/T₁ = p₂/T₂
3. p = konstant: V₁/T₁ = V₂/T₂
4. Allgemein: (p₁ · V₁)/T₁ = (p₂ · V₂)/T₂
Wichtig: Temperatur immer in Kelvin! T(K) = T(°C) + 273
Ein Kreisprozess ist eine Folge von Zustandsänderungen eines Gases, bei der das Gas am Ende wieder im Ausgangszustand ist. Dabei wird thermische Energie in mechanische Arbeit umgewandelt.
Der Stirlingmotor ist eine einfache Wärmekraftmaschine mit vier Taktschritten:
1. Isotherme Expansion (T = konstant, heiße Seite):
- Gas wird von der Wärmequelle erhitzt
- Gas dehnt sich aus → Kolben wird nach außen gedrückt (Arbeit wird verrichtet)
- Druck sinkt, Volumen steigt
2. Isochore Abkühlung (V = konstant):
- Gas strömt vom heißen zum kalten Zylinder (durch den Regenerator)
- Volumen bleibt gleich, Druck und Temperatur sinken
- Wärme wird im Regenerator gespeichert
3. Isotherme Kompression (T = konstant, kalte Seite):
- Gas wird komprimiert (Kolben nach innen)
- Wärme wird an die Umgebung (Kältereservoir) abgegeben
- Volumen sinkt, Druck steigt
4. Isochore Erwärmung (V = konstant):
- Gas strömt zurück zur heißen Seite
- Gespeicherte Wärme aus dem Regenerator wird wieder aufgenommen
- Druck und Temperatur steigen
Besonderheit: Der Regenerator speichert Wärme zwischen den Schritten 2 und 4 – das erhöht den Wirkungsgrad erheblich.
Vorteile des Stirlingmotors:
- Funktioniert mit jeder Wärmequelle (Verbrennung, Solarenergie, Abwärme)
- Leiser Betrieb, geringe Emissionen
- Hoher theoretischer Wirkungsgrad
Im pV-Diagramm durchläuft der Stirlingmotor ein geschlossenes Rechteck (idealisiert):
- Obere Kurve A→B (Expansion bei T₁, heiß): Druck sinkt, Volumen steigt
- Rechte Seite B→C (isochor): Volumen konstant, Druck sinkt (Abkühlung)
- Untere Kurve C→D (Kompression bei T₂, kalt): Druck steigt, Volumen sinkt
- Linke Seite D→A (isochor): Volumen konstant, Druck steigt (Erwärmung)
Die eingeschlossene Fläche im pV-Diagramm entspricht der geleisteten Nutzarbeit pro Umlauf: $E_{nutz} = \text{Fläche}$
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Keine Wärmekraftmaschine kann die gesamte zugeführte Wärme in Arbeit umwandeln – ein Teil muss immer an ein Kältereservoir abgegeben werden (2. Hauptsatz der Thermodynamik).
Definition Wirkungsgrad:
$\eta = \frac{E_{nutz}}{E_{zu}}$
- η = Wirkungsgrad (dimensionslos, zwischen 0 und 1)
- $E_{nutz}$ = genutzte Energie (J)
- $E_{zu}$ = zugeführte Energie (J)
Da $E_{nutz} = E_{zu} - E_{ab}$ gilt:
$\eta = \frac{E_{zu} - E_{ab}}{E_{zu}} = 1 - \frac{E_{ab}}{E_{zu}}$
Maximaler Wirkungsgrad (Carnot-Wirkungsgrad):
$\eta_{Carnot} = 1 - \frac{T_{kalt}}{T_{heiß}}$
(Temperaturen in Kelvin!)
Wichtig: Der Carnot-Wirkungsgrad ist die theoretische Obergrenze. Reale Maschinen haben immer $\eta < \eta_{Carnot}$.
Lösung:
- $E_{nutz}$ = 1000 J − 600 J = 400 J
- η = 400 J / 1000 J = 0,4 = 40 %
Carnot-Vergleich: Bei $T_{heiß}$ = 600 K und $T_{kalt}$ = 300 K wäre $\eta_{Carnot}$ = 1 − 300/600 = 50 %.
Der reale Wirkungsgrad (40 %) liegt darunter – das ist typisch für reale Maschinen.
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Ein Wärmekraftwerk wandelt chemische Energie (Verbrennung von Kohle, Gas, Öl) in elektrische Energie um. Dabei werden mehrere Energieumwandlungsstufen durchlaufen.
Energiebilanz: $E_{zu} = E_{el} + E_{ab}$ | $\eta = E_{el} / E_{zu} \approx 40\,\%$
Typische Wirkungsgrade:
- Modernes Steinkohlekraftwerk: η ≈ 45 %
- Älteres Kraftwerk: η ≈ 30–35 %
- Kernkraftwerk: η ≈ 33 %
Verluste entstehen durch:
- Reibung in Turbinen und Lagern (mechanische Verluste)
- Wärmeabgabe an den Kondensator (thermodynamisch unvermeidbar)
- Elektrische Verluste im Generator und Leitungen
Lösung:
- $\eta = E_{el} / E_{zu}$ → $E_{zu} = E_{el} / \eta$ = 360 MJ / 0,4 = 900 MJ
- $E_{ab} = E_{zu} - E_{el}$ = 900 MJ − 360 MJ = 540 MJ
Interpretation: 60 % der Energie werden als Abwärme an die Umgebung abgegeben – das ist thermodynamisch unvermeidlich.
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Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird die unvermeidbare Abwärme eines Wärmekraftprozesses nicht einfach an die Umgebung abgegeben, sondern sinnvoll genutzt – z. B. für die Gebäudeheizung oder Prozesswärme in der Industrie.
Vergleich: Konventionelles Kraftwerk vs. KWK
| Konventionelles KW | KWK | |
|---|---|---|
| Brennstoffeinsatz | 100 % | 100 % |
| Strom | ~40 % | ~35 % |
| Nutzwärme | 0 % | ~50 % |
| Abwärme (Verlust) | ~60 % | ~15 % |
| Gesamtnutzungsgrad | ~40 % | ~85 % |
Gesamtnutzungsgrad: $\eta_{ges} = (E_{el} + E_{nutz}) / E_{zu} \approx 85\,\%$
Anwendungen: Blockheizkraftwerke (BHKW) in Wohnhäusern, Industriebetrieben, Krankenhäusern.
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Es gibt zwei grundlegende Typen von Solaranlagen:
1. Photovoltaikanlage (PV): Sonnenlicht → Strom (photoelektrischer Effekt), η ≈ 15–22 %, keine beweglichen Teile, CO₂-frei im Betrieb
2. Solarthermieanlage: Sonnenwärme → Nutzwärme (Warmwasser, Heizung), η ≈ 50–70 %
Eine Windenergieanlage (WKA) wandelt kinetische Windenergie in Strom um.
Betz'sches Gesetz — Herleitung:
Der Wind wird durch die Rotorblätter abgebremst, aber nicht vollständig gestoppt (sonst würde keine neue Luft nachströmen). Albert Betz zeigte 1919, dass das Optimum genau dann erreicht wird, wenn der Wind auf 1/3 seiner ursprünglichen Geschwindigkeit $v_0$ abgebremst wird.
Die entnehmbare Leistung hängt von der kinetischen Energie der Luftmasse ab:
$P_{Wind} = \frac{1}{2} \dot{m} v_0^2$
Die tatsächlich entnehmbare Leistung beträgt maximal:
$P_{max} = \frac{16}{27} \cdot \frac{1}{2} \dot{m} v_0^2$
Daraus folgt der Betz-Leistungsbeiwert:
$c_P^{max} = \frac{16}{27} \approx 0{,}593 = 59{,}3\,\%$
Das bedeutet: Selbst eine ideale Windturbine kann höchstens 59,3 % der kinetischen Windenergie in mechanische Energie umwandeln — unabhängig von der Bauart.
Reale WKA: η ≈ 40–50 % (Verluste durch Reibung, Wirbelbildung, Generator und Getriebe).
| Anlage | Primärenergie | Typischer Wirkungsgrad |
|---|---|---|
| Photovoltaik | Sonnenstrahlung | 15–22 % |
| Solarthermie | Sonnenstrahlung | 50–70 % |
| Windkraft | Kinetische Energie | 40–50 % |
| KWK (Erdgas) | Chemische Energie | 80–90 % |
PV: $E_{el}$ = 0,18 · 20 kWh = 3,6 kWh
Wind: $E_{el}$ = 0,45 · 50 kWh = 22,5 kWh
Ergebnis: Die Windkraftanlage liefert an diesem Tag deutlich mehr Strom – obwohl ihr Wirkungsgrad niedriger erscheint, ist die eingesetzte Primärenergiemenge viel größer.
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