Das Hookesche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Kraft und Auslenkung einer Feder:
F = D · Δx
- F = rückstellende Kraft in Newton (N)
- D = Federkonstante in Newton pro Meter (N/m)
- Δx = Längenänderung der Feder in Meter (m)
Die Kraft ist proportional zur Auslenkung und zeigt stets zur Ruhelage zurück (rückstellende Kraft).
Zusammenhang mit der Gewichtskraft:
Hängt man eine Masse m an eine Feder, gilt im Gleichgewicht:
F_Gewicht = F_Feder
m · g = D · Δx
Daraus laesst sich die Federkonstante bestimmen:
D = (m · g) / Δx
Lösung:
- Gegeben: m = 0,2 kg, Δx = 0,04 m, g = 9,81 m/s²
- Formel: D = (m · g) / Δx
- Berechnung: D = (0,2 · 9,81) / 0,04 = 1,962 / 0,04 = 49,05 N/m
Antwort: Die Federkonstante beträgt etwa 49 N/m.
Lösung:
- Gegeben: D = 120 N/m, F = 6 N
- Formel: Δx = F / D
- Berechnung: Δx = 6 / 120 = 0,05 m = 5 cm
Antwort: Die Feder wird um 5 cm gedehnt.
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Eine mechanische Schwingung ist eine periodische Bewegung eines Körpers um eine Gleichgewichtslage.
Voraussetzungen für eine Schwingung:
1. Eine Ruhelage (Gleichgewichtslage)
2. Eine rückstellende Kraft, die den Körper zur Ruhelage zurücktreibt
3. Traegheit des Körpers (er schiesst über die Ruhelage hinaus)
Wichtige Grössen:
- Amplitude A = maximale Auslenkung von der Ruhelage (m)
- Periodendauer T = Zeit für eine vollständige Schwingung (s)
- Frequenz f = Anzahl der Schwingungen pro Sekunde (Hz)
- Elongation s(t) = momentane Auslenkung zur Zeit t (m)
Zusammenhang Frequenz und Periodendauer:
f = 1 / T bzw. T = 1 / f
Einheiten:
- 1 Hz (Hertz) = 1/s = eine Schwingung pro Sekunde
Lösung:
- Gegeben: 30 Schwingungen in 60 s
- Frequenz: f = 30 / 60 s = 0,5 Hz
- Periodendauer: T = 1 / f = 1 / 0,5 = 2 s
Antwort: Die Frequenz beträgt 0,5 Hz, die Periodendauer 2 Sekunden.
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Ein Federschwinger (Masse an einer Feder) führt eine harmonische Schwingung aus:
Periodendauer des Federschwingers:
T = 2π · √(m / D)
- T = Periodendauer in Sekunden (s)
- m = schwingende Masse in Kilogramm (kg)
- D = Federkonstante in N/m
Frequenz:
f = 1 / (2π) · √(D / m)
Wichtige Eigenschaften:
- T hängt nicht von der Amplitude ab (bei kleinen Auslenkungen)
- Grössere Masse → längere Periodendauer (traeger)
- Grössere Federkonstante → kürzere Periodendauer (stärkere Rückstellkraft)
Zeitlicher Verlauf (Elongation):
s(t) = A · sin(2π · f · t) = A · sin(ω · t)
mit ω = 2π · f = 2π / T (Kreisfrequenz)
Lösung:
- Gegeben: D = 50 N/m, m = 0,5 kg
- Formel: T = 2π · √(m / D)
- Berechnung: T = 2π · √(0,5 / 50) = 2π · √(0,01) = 2π · 0,1 = 0,628 s
Antwort: Die Periodendauer beträgt etwa 0,63 Sekunden.
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Ein Fadenpendel (Masse an einem Faden der Länge L) ist ein weiterer harmonischer Schwinger:
Periodendauer des Fadenpendels:
T = 2π · √(L / g)
- T = Periodendauer in Sekunden (s)
- L = Fadenlänge in Meter (m)
- g = Erdbeschleunigung = 9,81 m/s²
Frequenz:
f = 1 / (2π) · √(g / L)
Wichtige Eigenschaften:
- T hängt nur von der Fadenlänge ab (nicht von der Masse!)
- T hängt nicht von der Amplitude ab (Näherung für kleine Winkel < 10°)
- Laengerer Faden → längere Periodendauer
Vergleich mit dem Federschwinger:
| Eigenschaft | Federschwinger | Fadenpendel |
|---|---|---|
| Formel | T = 2π·√(m/D) | T = 2π·√(L/g) |
| Abhängig von Masse? | Ja | Nein |
| Abhängig von Amplitude? | Nein | Nein |
| Rückstellkraft | Federkraft | Schwerkraft |
*Näherung für kleine Auslenkungen
Lösung:
- Gegeben: L = 1,5 m, g = 9,81 m/s²
- Formel: T = 2π · √(L / g)
- Berechnung: T = 2π · √(1,5 / 9,81) = 2π · √(0,1529) = 2π · 0,391 = 2,457 s
Antwort: Die Periodendauer beträgt etwa 2,46 Sekunden.
Lösung:
- Gegeben: T = 2 s, g = 9,81 m/s²
- Formel umstellen: L = g · (T / (2π))²
- Berechnung: L = 9,81 · (2 / (2π))² = 9,81 · (0,3183)² = 9,81 · 0,1013 = 0,994 m
Antwort: Der Faden muss etwa 1 m lang sein.
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Schwingungen werden im t-s-Diagramm dargestellt (Zeit auf der x-Achse, Elongation auf der y-Achse):
Mathematische Beschreibung:
s(t) = A · sin(2π/T · t) = A · sin(2π · f · t)
Ablesen aus dem Diagramm:
- Amplitude A = Abstand zwischen Ruhelage und Maximum (oder Minimum)
- Periodendauer T = Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Maxima
- Frequenz f = 1 / T
Zusammenhänge:
- Geschwindigkeit v(t) = A · ω · cos(ω · t) → maximal in der Ruhelage
- Beschleunigung a(t) = -A · ω² · sin(ω · t) → maximal am Umkehrpunkt
Lösung:
- Amplitude: A = 3 cm = 0,03 m (Abstand Ruhelage bis Maximum)
- Periodendauer: T = 0,8 s (Abstand zwischen zwei Maxima)
- Frequenz: f = 1 / T = 1 / 0,8 = 1,25 Hz
Antwort: A = 3 cm, T = 0,8 s, f = 1,25 Hz.
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Bei einer harmonischen Schwingung wird ständig Energie zwischen kinetischer und potentieller Energie umgewandelt:
Federschwinger:
- Potentielle Energie (Spannenergie): E_pot = ½ · D · s²
- Kinetische Energie: E_kin = ½ · m · v²
- Gesamtenergie: E_ges = ½ · D · A² = konstant
Am Umkehrpunkt (s = A): E_pot = maximal, E_kin = 0
In der Ruhelage (s = 0): E_pot = 0, E_kin = maximal
Die maximale Geschwindigkeit tritt in der Ruhelage auf:
v_max = A · ω = A · 2π · f
Fadenpendel:
- Potentielle Energie (Lageenergie): E_pot = m · g · h
- Kinetische Energie: E_kin = ½ · m · v²
- h = L - L·cos(α) ≈ s²/(2L) für kleine Winkel
Lösung:
- Gegeben: D = 80 N/m, m = 0,2 kg, A = 0,05 m
- ω = √(D/m) = √(80/0,2) = √400 = 20 rad/s
- v_max = A · ω = 0,05 · 20 = 1 m/s
Antwort: Die maximale Geschwindigkeit beträgt 1 m/s.
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In der Realität werden Schwingungen durch Reibung gedämpft. Die Amplitude nimmt mit der Zeit ab:
Arten der Dämpfung:
1. Schwache Dämpfung: Der Körper schwingt noch, aber die Amplitude nimmt exponentiell ab
2. Aperiodischer Grenzfall: Der Körper kehrt ohne Schwingung schnellstmöglich zur Ruhelage zurück
3. Starke Dämpfung (Kriechfall): Der Körper kehrt sehr langsam zur Ruhelage zurück
Gedaempfte Schwingung:
s(t) = A₀ · e^(-δt) · sin(ω_d · t)
- δ = Dämpfungskonstante
- ω_d = Frequenz der gedämpften Schwingung (etwas kleiner als ω₀)
Eine erzwungene Schwingung entsteht, wenn ein gedämpftes System periodisch von aussen angeregt wird:
Resonanz tritt auf, wenn die Erregerfrequenz f_E gleich der Eigenfrequenz f₀ ist:
f_E = f₀ → maximale Amplitude
Resonanzkurve:
- Bei f_E << f₀: kleine Amplitude
- Bei f_E = f₀: maximale Amplitude (Resonanz)
- Bei f_E >> f₀: sehr kleine Amplitude
Beispiele für Resonanz:
- Schaukel (Anschwingen im richtigen Takt)
- Glas zerspringt bei passender Tonfrequenz
- Brücken können bei Resonanz gefährlich schwingen (Tacoma-Narrows-Brücke 1940)
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In der Physik werden Zusammenhänge oft aus Messdaten ermittelt. Dazu passt man eine mathematische Funktion an die Messpunkte an (Regression):
Wichtige Funktionstypen:
| Funktionstyp | Gleichung | Typisches Aussehen |
|---|---|---|
| Linear | y = a·x + b | Gerade |
| Quadratisch | y = a·x² + b | Parabel |
| Wurzelfunktion | y = a·√x + b | Wurzelkurve |
| Exponentiell | y = a·e^(bx) | Exponentialkurve |
| Sinusförmig | y = a·sin(bx + c) | Wellenkurve |
Vorgehen bei der Regression:
1. Messdaten aufnehmen und in eine Tabelle eintragen
2. Daten im Koordinatensystem auftragen
3. Funktionstyp anhand des Verlaufs identifizieren
4. Regression mit dem Taschenrechner durchführen
5. Parameter physikalisch interpretieren
Beispiel: Beim Fadenpendel misst man T für verschiedene L.
Trägt man T gegen √L auf, erhält man eine Gerade mit Steigung 2π/√g.
Lösung:
- Theoretische Formel: T = 2π · √(m/D)
- Vergleich mit Regression: T = 0,628 · √m → also 2π/√D = 0,628
- Umstellen: √D = 2π / 0,628 = 10,0
- D = 100 N/m
Antwort: Die Federkonstante beträgt 100 N/m.
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Eine harmonische Schwingung entsteht genau dann, wenn die Rückstellkraft proportional zur Auslenkung und entgegengesetzt zu ihr ist:
F = −D · s
Dies nennt man ein lineares Kraftgesetz. Die Kraft ist linear in s und zeigt stets zur Ruhelage (Minuszeichen).
Folge: Bei linearem Kraftgesetz ist die Periodendauer T unabhängig von der Amplitude.
Beispiele:
- Federschwinger: F_Feder = −D · s ✓ (exakt linear)
- Fadenpendel: F_Rueck ≈ −(m·g/L) · s ✓ (nur für kleine Winkel α < 10°)
- Fadenpendel bei grosser Auslenkung: nicht mehr linear → keine ideale harmonische Schwingung
Merke: Ist die Rückstellkraft nicht linear, schwingt das System zwar, aber nicht harmonisch – T hängt dann von der Amplitude ab.
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Der elektromagnetische Schwingkreis (Spule L + Kondensator C) aus Kurs 2 ist das elektrische Analogon zum mechanischen Federschwinger:
| Federschwinger | Schwingkreis |
|---|---|
| Masse m | Induktivität L |
| Federkonstante D | Kehrwert 1/C |
| Auslenkung s | Ladung Q |
| Geschwindigkeit v | Stromstärke I |
| E_kin = ½ · m · v² | E_mag = ½ · L · I² |
| E_pot = ½ · D · s² | E_el = ½ · Q²/C |
Eigenfrequenz (Thomsonsche Schwingungsgleichung):
| Federschwinger | Schwingkreis |
|---|---|
| f₀ = (1/2π) · √(D/m) | f₀ = 1 / (2π · √(LC)) |
Resonanz am Schwingkreis: f_E = f₀ → maximale Stromamplitude. Anwendung: Radioempfänger stimmt durch veränderbaren Kondensator auf Senderfrequenz ab (f₀ ~ 1/√C).
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Grundgrössen:
- Frequenz und Periodendauer: f = 1 / T
Federschwinger:
- Periodendauer: T = 2π · √(m / D)
Fadenpendel:
- Periodendauer: T = 2π · √(L / g)
Schwingungsgleichung:
- Elongation: s(t) = A · sin(2π · f · t)
- Maximale Geschwindigkeit: v_max = A · 2π · f
Energie:
- Spannenergie: E_pot = ½ · D · s²
- Kinetische Energie: E_kin = ½ · m · v²
- Gesamtenergie: E_ges = ½ · D · A²
Resonanz:
- Resonanzbedingung: f_E = f₀
Lineares Kraftgesetz (eA):
- Bedingung für harmonische Schwingung: F = −D · s
Elektromagnetischer Schwingkreis:
- Thomsonsche Schwingungsgleichung: T = 2π · √(L · C)
- Eigenfrequenz: f₀ = 1 / (2π · √(L · C))
Wichtige Einheiten:
- Frequenz: 1 Hz = 1/s
- Federkonstante: 1 N/m
- Kreisfrequenz: 1 rad/s