Bei einer Zuordnung gehört zu jedem Wert einer Größe genau ein Wert einer zweiten Größe.
Man schreibt sie mit dem Zuordnungspfeil:
$\text{Anzahl der Brötchen} \rightarrow \text{Preis}$
- Links steht die Ausgangsgröße (das, was man vorgibt).
- Rechts steht die zugeordnete Größe (das, was sich daraus ergibt).
Drei Darstellungsformen beschreiben dieselbe Zuordnung:
| Darstellung | Was man sieht |
|---|---|
| Tabelle | einzelne Wertepaare, gut zum Rechnen |
| Graph | den Verlauf im Koordinatensystem, gut zum Vergleichen |
| Zuordnungsvorschrift | die Rechenregel, gut zum Vorhersagen |
Wichtig: Eine Zuordnung ist nur dann brauchbar, wenn sie eindeutig ist – zu einem Ausgangswert darf nicht gleichzeitig 0,90 € und 1,20 € gehören.
Ein Brötchen kostet 0,45 €.
1. Tabelle
| Anzahl $x$ | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Preis $y$ in € | 0,45 | 0,90 | 1,35 | 1,80 | 2,25 | 2,70 |
2. Zuordnungsvorschrift
$x \rightarrow 0{,}45 \cdot x \qquad \text{oder} \qquad y = 0{,}45 \cdot x$
3. Graph: siehe unten – alle Punkte liegen auf einer Geraden durch den Ursprung.
Vorhersage mit der Vorschrift: 20 Brötchen kosten $0{,}45 \cdot 20 = 9{,}00$ €.
Ob man die Punkte im Graphen verbinden darf, hängt von der Ausgangsgröße ab:
- Nur Punkte bei Größen, die nur ganze Zahlen annehmen: 3 Brötchen gibt es, 3,7 Brötchen nicht.
- Durchgezogene Linie bei Größen, die beliebige Zwischenwerte annehmen: Zeit, Länge, Masse, Füllmenge.
In der Zeichnung oben ist die Gerade deshalb nur gestrichelt eingezeichnet: Sie zeigt das Muster, gehört aber nicht vollständig zur Zuordnung.
Eine Zahlenmaschine ist ein Bild für die Zuordnungsvorschrift: Man wirft oben einen Wert hinein, die Maschine rechnet nach ihrer festen Regel, und unten kommt genau ein Wert heraus. Dieselbe Eingabe ergibt immer dieselbe Ausgabe – deshalb ist eine Zahlenmaschine eindeutig.
Maschine 1 rechnet nach der Regel $x \rightarrow 0{,}45 \cdot x$ – das ist die Brötchen-Maschine von oben.
Maschine 2 rechnet nach der Regel $x \rightarrow 3 \cdot x - 1$:
| Eingabe $x$ | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ausgabe $y$ | 2 | 5 | 8 | 11 | 14 |
Zu jeder Eingabe gehört wieder genau ein Wert, also ist auch das eine Zuordnung. Aber sie sieht anders aus als die Brötchen-Zuordnung: Bei Maschine 1 gehört zur doppelten Eingabe die doppelte Ausgabe, bei Maschine 2 nicht – zu $x = 2$ gehört 5, zu $x = 4$ aber nicht 10, sondern 11. Ab Thema Proportionale Zuordnungen bekommt dieser Unterschied einen Namen.
Regel aus der Tabelle finden: Schau, um wie viel die Ausgabe von Schritt zu Schritt wächst – hier immer um 3, also steht $3 \cdot x$ in der Regel. Dann probiere eine Eingabe aus: $3 \cdot 1 = 3$, herausgekommen ist aber 2 – es fehlt also noch $-\,1$.
Regeln können auch fallen: $x \rightarrow 12 - 2 \cdot x$ ergibt der Reihe nach 10, 8, 6, 4, 2. Je größer die Eingabe, desto kleiner die Ausgabe.
a) Ein Liter Milch kostet 1,20 €. Erstelle eine Tabelle für 1 bis 6 Liter und gib die Zuordnungsvorschrift an.
b) Ein Auto fährt mit konstant 80 km/h. Ordne der Fahrzeit die zurückgelegte Strecke zu. Zeichne den Graphen für 0 h bis 4 h. Darf man hier die Punkte verbinden? Begründe.
c) Beschreibe in Worten, welche Zuordnung dieser Graph darstellt:
| Zeit in min | 0 | 5 | 10 | 15 | 20 |
|---|---|---|---|---|---|
| Wassermenge in l | 0 | 30 | 60 | 90 | 120 |
d) Warum ist „Schülerin $\rightarrow$ Lieblingsfach" eine eindeutige Zuordnung, „Lieblingsfach $\rightarrow$ Schülerin" aber nicht?
e) Eine Zahlenmaschine hat diese Werte ausgegeben. Finde die Regel und ergänze die Tabelle.
| Eingabe $x$ | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 10 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausgabe $y$ | 6 | 10 | 14 | 18 |
f) Rechne die Regel $x \rightarrow 20 - 3 \cdot x$ für $x = 1$ bis $x = 5$ aus. Wird die Ausgabe größer oder kleiner?
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Im Koordinatensystem wird aus jedem Wertepaar der Tabelle ein Punkt.
- Die waagerechte Achse (x-Achse) trägt die Ausgangsgröße.
- Die senkrechte Achse (y-Achse) trägt die zugeordnete Größe.
Ein Punkt wird als Koordinatenpaar geschrieben – erst $x$, dann $y$:
$P\,(\,x \mid y\,)$
So zeichnest du einen Punkt ein:
1. Suche den $x$-Wert auf der waagerechten Achse und gehe so weit nach rechts.
2. Gehe von dort so weit nach oben, wie der $y$-Wert angibt.
3. Setze dort ein deutliches Kreuz oder einen Punkt.
Merksatz: Erst zur Tür (nach rechts), dann die Treppe hoch.
Bevor du zeichnest, legst du die Achsen fest:
| Schritt | Worauf du achten musst |
|---|---|
| Achsen beschriften | Größe und Einheit an jede Achse, z. B. „Tag" und „Temperatur in °C" |
| Skala wählen | Die Kästchen müssen gleichmäßig eingeteilt sein – 1 Kästchen $\hat{=}$ immer derselbe Wert |
| Bereich wählen | Alle Werte der Tabelle müssen auf das Blatt passen |
An sechs Tagen wurde mittags die Temperatur gemessen:
| Tag $x$ | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Temperatur $y$ in °C | 12 | 15 | 14 | 9 | 11 | 16 |
Daraus werden sechs Punkte:
$(1\mid 12),\quad (2\mid 15),\quad (3\mid 14),\quad (4\mid 9),\quad (5\mid 11),\quad (6\mid 16)$
Punkt $(4\mid 9)$ einzeichnen: 4 nach rechts, dann 9 nach oben.
Die Punkte werden hier nicht verbunden: Zwischen Tag 3 und Tag 4 gibt es keine Messwerte – die Ausgangsgröße „Tag" nimmt nur ganze Zahlen an.
Ablesen ist das Einzeichnen rückwärts. Es gibt zwei Richtungen:
| Frage | So gehst du vor |
|---|---|
| Zu $x$ den Wert $y$? ($x \rightarrow y$) | Auf der waagerechten Achse zum $x$-Wert, dann senkrecht bis zum Punkt, dann waagerecht nach links bis zur $y$-Achse |
| Zu $y$ der Wert $x$? ($y \rightarrow x$) | Auf der senkrechten Achse zum $y$-Wert, dann waagerecht bis zum Punkt, dann senkrecht nach unten bis zur $x$-Achse |
Die gestrichelten Hilfslinien heißen Lot. Zeichne sie mit dem Lineal – so verrutschst du nicht.
Zwei Stolperfallen:
- Reihenfolge: In $P(x \mid y)$ steht immer zuerst der Wert der waagerechten Achse. $(3\mid 5)$ und $(5\mid 3)$ sind zwei verschiedene Punkte.
- Genauigkeit: Aus einem Graphen liest man nur so genau ab, wie das Gitter es hergibt. Ein abgelesener Wert ist ein Schätzwert – gerechnete Werte sind genauer.
a) Zeichne ein Koordinatensystem ($x$ von 0 bis 8, $y$ von 0 bis 10, 1 Kästchen $\hat{=}$ 1) und trage die Punkte ein:
$A(2\mid 7),\quad B(5\mid 3),\quad C(7\mid 9),\quad D(0\mid 4),\quad E(6\mid 0)$
b) Eine Kerze brennt gleichmäßig ab:
| Brenndauer in h | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Länge in cm | 24 | 21 | 18 | 15 | 12 | 9 |
Zeichne den Graphen. Darf man die Punkte hier verbinden? Begründe.
c) Lies aus deinem Graphen aus b) ab: Wie lang ist die Kerze nach $2{,}5$ Stunden? Nach wie vielen Stunden ist sie noch $13{,}5$ cm lang? Zeichne beide Male das Lot mit dem Lineal ein.
d) Warum sind $P(3\mid 6)$ und $Q(6\mid 3)$ verschiedene Punkte? Zeichne beide ein.
e) Erkläre einer Mitschülerin in zwei Sätzen, warum ein abgelesener Wert nur ein Schätzwert ist – und warum der gerechnete Wert genauer ist.
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Bevor man rechnet, beschreibt man einen Zusammenhang oft zuerst in Worten:
> Je mehr Brötchen man kauft, desto höher ist der Preis.
> Je mehr Arbeiter mitarbeiten, desto kürzer ist die Arbeitszeit.
Solche Sätze sagen, in welche Richtung sich die zugeordnete Größe ändert, wenn die Ausgangsgröße größer wird.
| „Je …, desto …" | Graph | Fachwort |
|---|---|---|
| je mehr, desto mehr | steigt von links nach rechts | gleichsinnig |
| je mehr, desto weniger | fällt von links nach rechts | gegensinnig |
So formuliert man einen Je-desto-Satz:
1. Ausgangsgröße benennen: „Je mehr Brötchen …"
2. Zugeordnete Größe benennen: „… desto höher der Preis."
3. Richtung prüfen: wird die zweite Größe größer („je mehr, desto mehr") oder kleiner („je mehr, desto weniger")?
| Zuordnung | Je-desto-Satz | Richtung |
|---|---|---|
| Fahrzeit $\rightarrow$ zurückgelegte Strecke | Je länger man fährt, desto weiter kommt man. | je mehr, desto mehr |
| Geschwindigkeit $\rightarrow$ Fahrzeit für 120 km | Je schneller man fährt, desto kürzer ist die Fahrzeit. | je mehr, desto weniger |
| Anzahl Kinder $\rightarrow$ Gummibärchen pro Kind | Je mehr Kinder teilen, desto weniger bekommt jedes. | je mehr, desto weniger |
| Alter $\rightarrow$ Körpergröße eines Kindes | Je älter das Kind, desto größer ist es. | je mehr, desto mehr |
Ein „Je …, desto …"-Satz beschreibt nur die Richtung – nicht die Art der Zuordnung.
- „Je mehr Brötchen, desto teurer" $\rightarrow$ je mehr, desto mehr und proportional (doppelt so viele Brötchen kosten doppelt so viel).
- „Je älter das Kind, desto größer" $\rightarrow$ je mehr, desto mehr, aber nicht proportional (ein 10-jähriges Kind ist nicht doppelt so groß wie ein 5-jähriges).
- „Je größer die Seitenlänge, desto größer die Quadratfläche" $\rightarrow$ je mehr, desto mehr, aber bei doppelter Seite wird die Fläche vierfach.
Merke: Erst die Richtung beschreiben (je …, desto …), dann rechnen (Quotientenprobe oder Produktprobe) und erst danach urteilen, ob die Zuordnung proportional oder antiproportional ist.
a) Formuliere zu jeder Zuordnung einen „Je …, desto …"-Satz und gib an, ob „je mehr, desto mehr" oder „je mehr, desto weniger" gilt:
Anzahl der Kinokarten $\rightarrow$ Gesamtpreis ·
Anzahl der Pumpen $\rightarrow$ Zeit zum Leerpumpen eines Beckens ·
Trainingszeit pro Woche $\rightarrow$ Ausdauer ·
Anzahl der Gäste $\rightarrow$ Tortenstückgröße bei einer Torte
b) Ein Graph fällt von links nach rechts. Formuliere einen passenden Je-desto-Satz zu der Sachsituation „Anzahl der Mitfahrer $\rightarrow$ Spritkosten pro Person".
c) Erkläre an einem eigenen Beispiel, warum „je mehr, desto mehr" noch nicht bedeutet, dass die Zuordnung proportional ist.
d) Zu welchen der folgenden Aussagen passt kein sinnvoller Je-desto-Satz? Begründe.
Schuhgröße $\rightarrow$ Lieblingsfarbe ·
Wassermenge $\rightarrow$ Füllhöhe im Glas ·
Hausnummer $\rightarrow$ Anzahl der Bewohner
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Beim Aufbau für das Schulfest sagt der Organisator:
„Je mehr Helfer mitmachen, desto schneller sind wir fertig. Mit doppelt so vielen Helfern brauchen wir also genau die Hälfte der Zeit.“
Wie beurteilst du die beiden Sätze?
Eine Zuordnung heißt proportional, wenn gilt:
Zum Doppelten (Dreifachen, …) der einen Größe gehört das Doppelte (Dreifache, …) der anderen Größe.
Daran erkennt man sie:
| Merkmal | Bedeutung |
|---|---|
| Quotientengleichheit | $\dfrac{y}{x} = k$ ist für alle Wertepaare gleich |
| Vorschrift | $y = k \cdot x$ |
| Graph | Gerade durch den Ursprung $(0\mid 0)$ |
Das Nachrechnen der Quotienten heißt Quotientenprobe: $y : x$ für jedes Wertepaar der Tabelle ausrechnen und vergleichen. Ein einziger abweichender Quotient genügt – dann ist die Zuordnung nicht proportional.
Die Zahl $k$ heißt Proportionalitätsfaktor. Man berechnet sie als
$k = \frac{y}{x}$
Der Proportionalitätsfaktor hat immer eine Bedeutung im Sachzusammenhang – z. B. „Preis pro Stück", „Strecke pro Stunde".
Für 4 kg Äpfel zahlt man 7,00 €.
| Masse $x$ in kg | 2 | 4 | 6 | 10 |
|---|---|---|---|---|
| Preis $y$ in € | 3,50 | 7,00 | 10,50 | 17,50 |
Quotienten prüfen:
$\frac{3{,}50}{2} = 1{,}75 \qquad \frac{7{,}00}{4} = 1{,}75 \qquad \frac{10{,}50}{6} = 1{,}75$
Alle Quotienten sind gleich $\Rightarrow$ die Zuordnung ist proportional mit $k = 1{,}75$.
Bedeutung von $k$: 1,75 € pro Kilogramm.
Vorschrift: $y = 1{,}75 \cdot x$, also kosten 12 kg: $1{,}75 \cdot 12 = 21{,}00$ €.
Zwei häufige Fehlerquellen:
1. Grundgebühr macht die Zuordnung nicht-proportional.
Ein Taxi verlangt 3,50 € Grundgebühr und 1,20 € pro Kilometer. Der Graph ist eine Gerade – aber sie geht nicht durch den Ursprung. Die Quotienten $\frac{y}{x}$ sind nicht gleich, also ist die Zuordnung nicht proportional. Solche Zuordnungen heißen ab Klasse 8 lineare Funktionen.
2. „Mehr wird mehr" reicht nicht.
Auch beim Wachstum eines Kindes gilt: Je älter, desto größer. Trotzdem ist Alter $\rightarrow$ Körpergröße nicht proportional – ein 10-jähriges Kind ist nicht doppelt so groß wie ein 5-jähriges.
Merke: Erst rechnen (Quotientenprobe), dann urteilen.
a) Prüfe durch Quotientenvergleich, ob die Zuordnung proportional ist. Gib bei proportionalen Zuordnungen $k$ und die Vorschrift an.
| $x$ | 3 | 5 | 8 | 12 |
|---|---|---|---|---|
| $y$ | 7,5 | 12,5 | 20 | 30 |
| $x$ | 2 | 4 | 6 | 8 |
|---|---|---|---|---|
| $y$ | 5 | 9 | 13 | 17 |
b) 250 g Kaffee kosten 4,75 €. Berechne den Preis für 1 kg und gib die Zuordnungsvorschrift an.
c) Ein Kopierer schafft 18 Seiten pro Minute. Wie lange braucht er für 300 Seiten?
d) Entscheide jeweils mit Begründung, ob die Zuordnung proportional ist:
Anzahl der Eintrittskarten $\rightarrow$ Gesamtpreis ·
Seitenlänge eines Quadrats $\rightarrow$ Flächeninhalt ·
Handytarif mit 5 € Grundgebühr: Datenvolumen $\rightarrow$ Monatsrechnung
e) Der Graph einer proportionalen Zuordnung geht durch $P(6\mid 15)$. Bestimme $k$ und den $y$-Wert zu $x = 10$.
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Eine Zuordnung heißt antiproportional, wenn gilt:
Zum Doppelten (Dreifachen, …) der einen Größe gehört die Hälfte (ein Drittel, …) der anderen Größe.
Daran erkennt man sie:
| Merkmal | Bedeutung |
|---|---|
| Produktgleichheit | $x \cdot y = k$ ist für alle Wertepaare gleich |
| Vorschrift | $y = \dfrac{k}{x}$ |
| Graph | Hyperbel – fällt, wird immer flacher, berührt keine Achse |
Das Gegenstück zur Quotientenprobe heißt hier Produktprobe: $x \cdot y$ für jedes Wertepaar ausrechnen und vergleichen.
Auch hier hat $k$ eine Bedeutung im Sachzusammenhang: Bei „Anzahl der Arbeiter $\rightarrow$ Arbeitszeit" ist $k$ die gesamte Arbeit in Arbeitsstunden.
4 Maler streichen eine Halle in 12 Tagen.
| Anzahl Maler $x$ | 2 | 3 | 4 | 6 | 8 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zeit $y$ in Tagen | 24 | 16 | 12 | 8 | 6 | 4 |
Produkte prüfen:
$2 \cdot 24 = 48 \qquad 3 \cdot 16 = 48 \qquad 6 \cdot 8 = 48$
Alle Produkte sind gleich $\Rightarrow$ die Zuordnung ist antiproportional mit $k = 48$.
Bedeutung von $k$: Die Arbeit umfasst 48 „Maler-Tage".
Vorschrift: $y = \dfrac{48}{x}$, also brauchen 16 Maler: $\dfrac{48}{16} = 3$ Tage.
Grenzen des Modells: 48 Maler wären in einem Tag fertig, 96 Maler in einem halben – irgendwann stehen sie sich gegenseitig im Weg. Das Modell passt nur in einem sinnvollen Bereich.
Punkte oder Linie? Die Ausgangsgröße „Anzahl Maler" nimmt nur ganze Zahlen an – 4,5 Maler gibt es nicht. Zur Zuordnung gehören deshalb nur die Punkte; die Hyperbel in der Zeichnung ist wie schon bei den Brötchen nur gestrichelt eingezeichnet. Sie zeigt das Muster, nicht die Zuordnung selbst.
Bei einer Wertetabelle geht man in dieser Reihenfolge vor:
1. Quotientenprobe: $\frac{y}{x}$ für jedes Wertepaar berechnen. Alle gleich? $\Rightarrow$ proportional, $k = \frac{y}{x}$.
2. Produktprobe: $x \cdot y$ für jedes Wertepaar berechnen. Alle gleich? $\Rightarrow$ antiproportional, $k = x \cdot y$.
3. Weder noch? Sind weder alle Quotienten noch alle Produkte gleich, gehört die Zuordnung zu keinem der beiden Typen. Auf Arbeitsblättern und in Tests steht dafür kurz weder noch.
Am Graphen erkennt man den Typ oft schneller:
| Graph | Typ |
|---|---|
| Gerade durch den Ursprung | proportional |
| Hyperbel (fallend, wird flacher) | antiproportional |
| Gerade, die die $y$-Achse oberhalb von 0 schneidet | weder noch (lineare Funktion) |
a) Entscheide durch Rechnung, ob die Zuordnung proportional, antiproportional oder weder noch ist. Gib jeweils $k$ und die Vorschrift an, wenn möglich.
| $x$ | 2 | 4 | 5 | 10 |
|---|---|---|---|---|
| $y$ | 30 | 15 | 12 | 6 |
| $x$ | 1 | 2 | 3 | 4 |
|---|---|---|---|---|
| $y$ | 4 | 7 | 10 | 13 |
| $x$ | 2 | 5 | 7 | 9 |
|---|---|---|---|---|
| $y$ | 4,4 | 11 | 15,4 | 19,8 |
b) Ein Vorrat Heu reicht für 12 Pferde 20 Tage. Wie lange reicht er für 15 Pferde? Für wie viele Pferde reicht er 30 Tage?
c) Ein Rechteck hat den Flächeninhalt 36 cm². Ordne der Länge die Breite zu. Erstelle eine Tabelle mit fünf Wertepaaren und zeichne den Graphen.
d) Warum kann der Graph einer antiproportionalen Zuordnung die $x$-Achse nie erreichen? Begründe mit der Vorschrift $y = \frac{k}{x}$.
e) Ein Bus fährt eine Strecke von 240 km. Ordne der Durchschnittsgeschwindigkeit die Fahrzeit zu. Bestimme $k$ und die Fahrzeit bei 60 km/h, 80 km/h und 100 km/h.
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Beim Dreisatz sind drei Werte bekannt und der vierte wird gesucht. Man rechnet in drei Schritten über den Einheitswert (den Wert für 1).
Beispiel: 6 Hefte kosten 4,50 €. Was kosten 10 Hefte?
| Schritt | Rechnung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1. Gegeben | 6 Hefte $\rightarrow$ 4,50 € | Ausgangswerte notieren |
| 2. Einheitswert | $4{,}50 : 6 = 0{,}75$ | 1 Heft $\rightarrow$ 0,75 € |
| 3. Gesucht | $0{,}75 \cdot 10 = 7{,}50$ | 10 Hefte $\rightarrow$ 7,50 € |
Faustregel: Bei proportionalen Zuordnungen wird in Schritt 2 geteilt und in Schritt 3 multipliziert – beide Größen ändern sich in dieselbe Richtung.
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Hier ist genau ein Schritt anders: Der Weg über den Einheitswert wird umgekehrt gerechnet.
Beispiel: 5 Pumpen leeren ein Becken in 6 Stunden. Wie lange brauchen 3 Pumpen?
| Schritt | Rechnung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1. Gegeben | 5 Pumpen $\rightarrow$ 6 h | Ausgangswerte notieren |
| 2. Einheitswert | $6 \cdot 5 = 30$ | 1 Pumpe $\rightarrow$ 30 h |
| 3. Gesucht | $30 : 3 = 10$ | 3 Pumpen $\rightarrow$ 10 h |
Faustregel: Bei antiproportionalen Zuordnungen wird in Schritt 2 multipliziert und in Schritt 3 geteilt – die Größen ändern sich in entgegengesetzte Richtungen.
Kontrolle: Weniger Pumpen $\Rightarrow$ mehr Zeit. 10 h > 6 h – das Ergebnis ist plausibel.
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Beide Aufgaben sehen fast gleich aus – der Typ entscheidet über den Rechenweg.
Aufgabe A: 3 kg Kartoffeln kosten 2,40 €. Was kosten 7 kg?
Mehr Kartoffeln $\Rightarrow$ mehr Geld: proportional.
$2{,}40 : 3 = 0{,}80 \qquad 0{,}80 \cdot 7 = 5{,}60 \quad \Rightarrow \quad 5{,}60\ \text{€}$
Aufgabe B: 3 Bagger brauchen 8 Tage. Wie lange brauchen 7 Bagger?
Mehr Bagger $\Rightarrow$ weniger Zeit: antiproportional.
$8 \cdot 3 = 24 \qquad 24 : 7 \approx 3{,}4 \quad \Rightarrow \quad \text{etwa } 3{,}4\ \text{Tage}$
Typischer Fehler: Bei B den proportionalen Weg zu rechnen ($8 : 3 \cdot 7 \approx 18{,}7$ Tage) – dann bräuchten mehr Bagger länger. Die Plausibilitätsprüfung deckt das sofort auf.
a) 8 m Stoff kosten 27,20 €. Was kosten 5 m?
b) 4 Arbeiter pflastern einen Hof in 15 Tagen. Wie lange brauchen 10 Arbeiter?
c) Ein Auto verbraucht auf 100 km 6,4 l Benzin. Wie weit kommt es mit 40 l?
d) Ein Zug legt eine Strecke bei 120 km/h in 3,5 h zurück. Wie lange braucht er bei 90 km/h?
e) 12 Kisten Wasser wiegen 156 kg. Wie viele Kisten wiegen 91 kg?
f) Entscheide zuerst den Typ, rechne dann und prüfe das Ergebnis auf Plausibilität:
Ein Futtervorrat reicht für 9 Hühner 24 Tage. Der Bauer kauft 3 Hühner dazu. Wie lange reicht der Vorrat jetzt?
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In Textaufgaben steht der Typ der Zuordnung nie direkt da. Diese vier Fragen führen zum Ziel:
1. Welche beiden Größen werden einander zugeordnet?
2. Was passiert mit der zweiten Größe, wenn die erste verdoppelt wird – verdoppelt sie sich (proportional) oder halbiert sie sich (antiproportional)?
3. Gibt es einen festen Anteil, der unabhängig von der ersten Größe anfällt (Grundgebühr, Startguthaben)? Dann gilt weder noch.
4. Ist das Ergebnis plausibel? Größenordnung und Richtung prüfen.
Typische Beispiele:
| Sachsituation | Typ |
|---|---|
| Menge $\rightarrow$ Preis (ohne Grundgebühr) | proportional |
| Zeit $\rightarrow$ Strecke bei konstantem Tempo | proportional |
| Geschwindigkeit $\rightarrow$ Fahrzeit bei fester Strecke | antiproportional |
| Anzahl Personen $\rightarrow$ Arbeitszeit für dieselbe Arbeit | antiproportional |
| Anzahl Personen $\rightarrow$ Kosten pro Person bei fester Gesamtmiete | antiproportional |
| Handytarif mit Grundgebühr: Datenmenge $\rightarrow$ Rechnung | weder noch |
| Alter $\rightarrow$ Körpergröße | weder noch |
a) Eine Klasse mietet einen Bus für 288 €. Ordne der Anzahl der mitfahrenden Schüler den Preis pro Person zu. Welcher Typ liegt vor? Erstelle eine Tabelle für 12, 16, 18 und 24 Schüler.
b) Ein Handytarif kostet 8 € Grundgebühr plus 3 € pro GB Datenvolumen. Stelle eine Tabelle für 0 bis 5 GB auf, zeichne den Graphen und begründe, warum die Zuordnung nicht proportional ist.
c) Ein Wasserhahn füllt eine Wanne mit 250 l in 20 Minuten.
Wie lange dauert es bei einem Hahn mit der doppelten Durchflussmenge?
Wie viel Wasser fließt in 35 Minuten aus dem ersten Hahn?
d) Auf einer Karte im Maßstab 1 : 25 000 sind zwei Orte 8 cm voneinander entfernt. Wie weit sind sie in der Wirklichkeit auseinander? Welche Art von Zuordnung nutzt du?
e) Sortiere die folgenden Sachsituationen in eine Tabelle mit den Spalten proportional, antiproportional, weder noch und begründe jede Zuordnung:
Anzahl gekaufter Fahrkarten $\rightarrow$ Gesamtpreis ·
Anzahl der Mitspieler $\rightarrow$ Spielzeit pro Person bei 90 min Gesamtzeit ·
Anzahl der Tage im Fitnessstudio pro Monat $\rightarrow$ Monatsbeitrag ·
Kantenlänge eines Würfels $\rightarrow$ Volumen ·
Anzahl der Kopien $\rightarrow$ Papierverbrauch
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Alle Zuordnungen dieses Kapitels sind bereits Funktionen – denn zu jedem Ausgangswert gehört genau ein zugeordneter Wert. Ab Klasse 8 wird nur die Sprache genauer:
| Klasse 7 | ab Klasse 8 |
|---|---|
| Zuordnungsvorschrift $x \rightarrow k \cdot x$ | Funktionsgleichung $f(x) = m \cdot x$ |
| Proportionalitätsfaktor $k$ | Steigung $m$ |
| Gerade durch den Ursprung | proportionale Funktion ($b = 0$) |
| Gerade mit Grundgebühr | lineare Funktion $f(x) = m \cdot x + b$ |
| Hyperbel $y = \frac{k}{x}$ | umgekehrt proportionale Funktion |
Die Grundgebühr aus dem Handytarif wird also zum $y$-Achsenabschnitt $b$, und der Preis pro GB zur Steigung $m$. Wer hier den Proportionalitätsfaktor sicher bestimmen kann, hat die Steigung schon verstanden.
Dieses Thema bringt nichts Neues. Es prüft, welche der sieben Themen schon sitzen — und schickt dich genau dorthin zurück, wo es noch klemmt.
Ablauf:
1. Runden-Training (W-Phase). Pro Runde bekommst du je eine Aufgabe aus fünf Bereichen: Darstellungen, Typ erkennen, Proportional, Antiproportional, Dreisatz. Nach jeder Runde siehst du eine Prozent-Tabelle — eine Spalte pro Bereich.
2. Gezieltes Training (E-Phase). Ab der zweiten Runde darfst du umschalten. Dann werden dir deine drei schwächsten Bereiche angeboten; zwei davon kannst du als adaptive Aufgabenfolge trainieren: richtig → schwerer, falsch → leichter.
3. Kapitel-Mix. Wer durch ist, nimmt den Aufgabenpool darunter — dort liegen alle Aufgabentypen des Kapitels gemischt, auch die, die im Training nicht vorkommen.
Über jeder Aufgabe steht ein Link zum passenden Thema. Wenn du nicht weiterweißt: erst dort nachlesen, dann zurück zur Aufgabe.
| Werkzeug | Womit du rechnest | Woran du es erkennst |
|---|---|---|
| Darstellungen wechseln | Wertepaar $(x \mid y)$ → Punkt: erst nach rechts, dann nach oben. Zum Ablesen das Lot fällen; der abgelesene Wert bleibt ein Schätzwert. Regel in die Tabelle einsetzen. | „Zeichne den Graphen", „Lies ab", „Finde die Regel" |
| Je-desto-Satz | Nur die Richtung: gleichsinnig (mehr → mehr) oder gegensinnig (mehr → weniger) | „Beschreibe den Zusammenhang in einem Satz" |
| Quotientenprobe | $y : x$ für jedes Wertepaar. Immer gleich? Dann ist $k = y : x$ der Proportionalitätsfaktor. | „Ist die Zuordnung proportional?" |
| Produktprobe | $x \cdot y$ für jedes Wertepaar. Immer gleich? Dann ist $k = x \cdot y$ die feste Gesamtmenge. | „Ist die Zuordnung antiproportional?" |
| Dreisatz | Über die 1 rechnen. Proportional: erst $:$, dann $\cdot$. Antiproportional: erst $\cdot$, dann $:$ | ein Wertepaar gegeben, ein zweiter Wert gesucht |
Die drei Sätze, die alles zusammenhalten:
- Ein Je-desto-Satz nennt nur die Richtung. Er entscheidet noch nicht, welcher Typ vorliegt — „je mehr GB, desto teurer" gilt auch für den Tarif mit Grundgebühr, und der ist nicht proportional.
- Proportional heißt Quotientengleichheit: $y : x = k$ für alle Paare. Der Graph ist eine Gerade durch den Ursprung — null Einheiten kosten null Euro.
- Antiproportional heißt Produktgleichheit: $x \cdot y = k$ für alle Paare. Der Graph ist eine Hyperbel; sie nähert sich den Achsen an, erreicht sie aber nie — mit null Helfern wird die Arbeit nie fertig.
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Sie sind die Werkzeuge, mit denen sich jede Aufgabe dieses Kapitels bearbeiten lässt — und sie bauen aufeinander auf: Ohne Tabelle keine Probe, ohne Probe kein Typ, ohne Typ kein richtiger Dreisatz. Die Darstellungen liefern das Material, Je-desto beschreibt die Richtung, Quotienten- und Produktprobe entscheiden den Typ, und der Dreisatz rechnet den fehlenden Wert aus.
Wer in einem Bereich unter 50 % liegt, arbeitet am besten von oben nach unten: erst das frühere Thema, dann das spätere.